Projekt · GerüstbauLäuft6 Min. Lesezeit
Gerüstbau ohne Handzettel. Der Tagesauftrag kommt aufs Handy.
Ein Gerüstbaubetrieb hat Planung, Aufmaß und Stunden vom Zettel geholt. Das Büro sieht alle Kolonnen auf einem Bildschirm, die Branchensoftware für Angebote und Rechnungen bleibt.
Erster Baustein nach 4 Wochen im Einsatz
KI-Symbolbild, das Foto ist mit KI erzeugt und zeigt nicht den Betrieb aus der GeschichteDas Wichtigste in Kürze
- Kein Zettel mehr. Der Tagesauftrag kommt als Link aufs Handy, auch ohne Netz.
- Alles kommt zurück. Aufmaß, Fotos und die Unterschrift des Poliers gehen direkt ins Büro.
- Nichts ersetzt. Die Branchensoftware blieb, gebaut wurde nur, was ihr fehlte.
- Klein angefangen. Zuerst ein Anfragerechner auf der Website, der nach vier Wochen lief.
- 2 bis 4 am Tag
- Online-Anfragen. Im ganzen Jahr davor waren es rund 180.
- 90 → 50 %
- Abbruch mit und ohne angezeigten Preis.
- 4 Wochen
- bis zum ersten Baustein im Einsatz.
- rund 900
- Kostenstellen aus der Tabelle übernommen.
Quellen: Angaben des Betriebs, 2026 · Eigene Messung, März bis Juni 2026 · Projektverlauf 2026 · Projektverlauf, Juni 2026
Wo ging im Gerüstbaubetrieb vorher Zeit und Geld verloren?
Online-Anfragen kamen als Mail ohne Preis an, jedes Angebot entstand von Hand. Dahinter lief der Betrieb auf Papier, mit Handzetteln, Fotos per WhatsApp und Kostenstellen in Excel.
6 bis 9 Kolonnen jeden Tag · rund 90 Baustellen gleichzeitig · Büro mit Inhaber, 2 Bauleitern, Rechnung und Lohn
KI-Symbolbild, das Foto ist mit KI erzeugt und zeigt nicht den Betrieb aus der GeschichteHandzettel
Der Bauleiter schreibt den nächsten Tag auf Zettel. Morgens holt jeder Kolonnenführer seinen im Lager ab.
Fotos per WhatsApp
Fotos von der Baustelle gehen per WhatsApp an den Bauleiter.
Stunden und Aufmaß von Hand
Stunden stehen auf Papier, oft ohne Unterschrift des Poliers. Das Aufmaß wird Tage später abgetippt, erst dann geht die Rechnung raus.
So lief ein Arbeitstag
- NachmittagDer Bauleiter schreibt den nächsten Tag auf Handzettel.
- Morgens im LagerJeder Kolonnenführer holt seinen Zettel ab.
- Auf der BaustelleFotos gehen per WhatsApp an den Bauleiter.
- FeierabendStunden auf Papier, oft ohne Unterschrift des Poliers.
- Tage späterAufmaß abtippen, Akte ins Büro, erst dann die Rechnung.
Kennst du das aus deinem Betrieb?Beschreib mir deinen Ablauf
Wie läuft der Gerüstbau heute ohne Zettel, von der Anfrage bis zur Akte?
Erst der Anfragerechner, dann Stück für Stück die Baustelle. Die sechs Schritte der Reihe nach.
Schritt 1
Ein Rechner auf der bestehenden Website
Der Kunde gibt Objekt, Fläche und Zeitraum ein und lädt Fotos hoch, den Preis rechnet der Server. Anfragen von weit weg werden markiert statt abgelehnt.
Klick dich selbst einmal durchSchritt 2
Angebot, Annahme und Erinnerung
Aus der Anfrage entsteht ein Angebot, das der Inhaber nur prüft und verschickt. Der Kunde nimmt per Link an, die Erinnerung geht von selbst raus.
Schritt 3
Rückfragen an einem Ort
Statt Mails hin und her bekommt jeder Kunde ein Portal per Link, mit Chat, Unterlagen und Annahme.
Schritt 4
Der eigentliche Engpass zeigt sich
Als der Rechner lief, zeigte der Inhaber, wo das Geld verloren geht, zwischen Arbeitsauftrag und Abrechnung. Eine klickbare Probeversion machte den Ablauf sichtbar.
Schritt 5
Der Tagesauftrag aufs Handy
Der Kolonnenführer bekommt morgens einen Link, ohne Login und auch ohne Netz. Zurück kommen Aufmaß, Fotos und bei Stundenarbeit die Unterschrift des Auftraggebers.
Erst klicken, dann bauen. Beim Durchklicken einer Probeversion zeigte sich, wie Kolonnen, Fahrzeuge und Büro zusammenspielen. Daraus wurden 13 Korrekturen an der Planung.
Eine Kolonne vor allen. Zuerst der Monitor fürs Büro, dann eine Kolonne zur Probe, seit Juli alle.
Schritt 6
Büro, Lohn und Akte
Ein Monitor im Büro zeigt, welche Kolonne wo ist. Stunden gehen ans Lohnbüro, jede Baustelle hat eine digitale Akte mit Kostenstelle.
Alle Ansichten nachgezeichnet, Daten erfunden.
Lieber erzählen als lesen? 15 Minuten Termin buchen
Wie sieht der Anfragerechner für Gerüste aus?
So fragt der Anfragerechner, klick dich einmal durch. Erst siehst du, was ein Kunde auf der Website ausfüllt, danach, was im Büro ankommt. Nachgebaut mit Beispielfragen, es wird nichts gespeichert und nichts gesendet.
Was soll eingerüstet werden?
So etwas für deine Website?Beschreib mir, was du brauchst
Was hat sich für Büro, Bauleiter und Kolonne geändert?
Für fünf Rollen: Büro, Bauleiter, Kolonnenführer, Lohnbüro, Inhaber.
Büro
Ein Monitor zeigt jede Kolonne, die Suche findet jede Baustelle mit Akte und Bildern.
Bauleiter
Plant die Kolonnen im Dashboard, mit Tablet statt Aktentasche.
Kolonnenführer
Link ohne Login, auch ohne Netz. Zurück gehen Fotos, Aufmaß und Unterschrift.
Lohnbüro
Stunden je Mann kommen aus Anwesenheit und Fahrzeugortung.
Inhaber
Prüft das fertige Angebot und sieht jeden Tag, wo seine Kolonnen waren.
Und wie war es vorher?
- BüroAkten an verschiedenen Orten, Kostenstellen in einer Tabelle.
- BauleiterHandzettel am Nachmittag, Fotos auf dem eigenen Handy, Papierakte in der Tasche.
- KolonnenführerZettel morgens im Lager, Fotos per Messenger.
- LohnbüroStundenzettel von Hand übertragen.
- InhaberLas jede Anfrage selbst und schrieb jedes Angebot von Hand.
Wer müsste bei dir mitmachen? Lass uns 15 Minuten darüber sprechen
Was habe ich aus dem Gerüstbau-Projekt gelernt?
Mike MildenbergerAIbyMike
- Den eigentlichen Engpass hat im Erstgespräch niemand erwähnt. Heute frage ich früh, wer seine Arbeit auf Papier, per Zuruf oder per Messenger bekommt.
- Ob die Leute draußen mitmachen, entscheidet Vertrauen. Deshalb erst eine Kolonne und drei Pflichtfotos statt eines vollen Aufmaßes.
- Ein angezeigter Preis kann abschrecken. Mit Preis brachen über 90 Prozent ab, danach rund die Hälfte.
Noch eine Lehre
- Die Abrechnung gehört als eigener Baustein in die Planung, nicht als Anhängsel an den Tagesauftrag.
Für welche Gerüstbaubetriebe passt so ein System?
Wahrscheinlich, wenn einer dieser Punkte auf dich zutrifft.
- Mehrere Kolonnen oder Trupps arbeiten jeden Tag auf wechselnden Baustellen.
- Aufträge, Fotos und Stunden laufen heute über Zettel, Zuruf oder Messenger.
- Deine Branchensoftware kann Angebote und Rechnungen, aber nicht den Tag auf der Baustelle.
- Du willst die bestehende Software behalten und ergänzen, nicht ersetzen.
- Du hast eine einzige Kolonne, und alles läuft ohnehin über dich.
- Eine fertige Branchensoftware deckt deinen Ablauf schon ab und wird von allen genutzt.
- Niemand im Betrieb hat Zeit, eine Probekolonne ein paar Wochen zu begleiten.
Du erkennst deinen Betrieb wieder?
Dann lass uns herausfinden, womit du anfangen solltest. Die Einordnung siehst du sofort, persönlich melde ich mich innerhalb von drei Werktagen. Beides kostenlos.
Häufige Fragen von Gerüstbaubetrieben
Brauche ich für meinen Gerüstbaubetrieb eine eigene Software, oder reicht eine Branchensoftware?
Wenn deine Branchensoftware Angebote und Rechnungen gut kann, behalte sie. In diesem Projekt blieb sie bewusst bestehen. Neu gebaut wurde nur, was sie nicht kann: der Tagesauftrag aufs Handy, Aufmaß und Fotos von der Baustelle, Stunden je Mann und die digitale Akte.
Wie bekommen Kolonnen ihren Tagesauftrag aufs Handy, ohne App und ohne Login?
Über einen Link, den der Kolonnenführer vor dem Einsatz aufs Handy bekommt. Installieren muss niemand etwas, der Link öffnet sich in seiner Sprache und funktioniert auch ohne Netz. Er enthält eine lange Zufallskennung, gilt nur für den Auftrag dieses Tages und läuft am Ende des Einsatztages ab. Wird er neu verschickt, ist der alte sofort ungültig.
Wie lange dauert es, bis so ein System im Betrieb läuft?
Der erste Baustein lief nach vier Wochen. Die Baustellenverwaltung kam in Etappen dazu, zuerst im Mai mit einer Probekolonne, ab Juli arbeiteten alle Kolonnen damit, und seit September laufen auch Tagesplan und Abrechnung im System.
Machen die Kolonnen bei so etwas mit?
Nicht von allein. Anfangs hielten manche es für eine Leistungskontrolle. Geholfen hat, langsam anzufangen, mit einer Kolonne und wenigen Pflichtfeldern.
Wie kommen Aufmaß, Stunden und die Unterschrift des Poliers ins Büro?
Direkt über den Tagesauftrag. Der Kolonnenführer trägt das Aufmaß ein, macht die Pflichtfotos und lässt bei Stundenarbeit den Polier des Auftraggebers auf dem Handy unterschreiben. Die Arbeitszeit je Mann kommt aus Anwesenheit und Fahrzeugortung und lässt sich im Büro korrigieren.
Was macht das System mit der Fahrzeugortung?
Es nutzt die Ortung, die der Betrieb schon vorher in seinen Fahrzeugen hatte, für zwei Dinge. Im Tagesplan sieht das Büro, ob ein Fahrzeug an der Baustelle steht. Für die Arbeitszeit übernimmt das System einmal am Tag zwei Uhrzeiten je Kolonne, den Versand des Tagesauftrags und die Rückkehr ins Lager. Wege speichert es nicht, und jede Zeit lässt sich im Büro von Hand korrigieren.
Wo liegen die Daten, und wer sieht was?
Die Daten liegen in einer Datenbank in Frankfurt, also in der EU. Ins Dashboard kommt nur, wer im Büro ein eigenes Konto hat. Ein Kolonnenführer sieht über seinen Link nur den Auftrag seines Tages, ein Kunde über sein Portal nur seine eigene Anfrage und sein Angebot.
Was passiert mit bestehenden Tabellen und Kostenstellen?
Sie werden übernommen. Hier kamen rund 900 Kostenstellen aus der alten Tabelle ins System, neue Nummern vergibt es seitdem selbst.
Wie wird so ein Projekt abgerechnet?
Jeder Baustein hat einen Festpreis, den du vor dem Start kennst. Danach bleibe ich dran, Betrieb und Weiterentwicklung laufen über einen festen Monatsbetrag. Was ein erster Baustein bei dir kosten würde, sage ich dir, nachdem ich deinen Ablauf gesehen habe.
Lohnt sich ein Anfragerechner auf der Website für einen Gerüstbauer?
Er bringt deutlich mehr Anfragen, hier zwei bis vier am Tag statt rund 180 im ganzen Jahr davor. Den größeren Nutzen brachte in diesem Projekt aber der Schritt danach, die Baustellenverwaltung.
Deine Frage ist nicht dabei? Stell sie mir in 15 Minuten
Läuft es bei dir ähnlich?
Beschreib mir deinen Ablauf in ein paar Fragen. Danach siehst du direkt, wo ich anfangen würde, und auf Wunsch melde ich mich innerhalb von drei Werktagen persönlich.
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